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Seminar Allianz Südspessart in Klosterlangheim

17.04.2018
Wo steht die Allianz Südspessart aktuell, welche Projekte wurden schon umgesetzt und welche Ideen sind für die Zukunft besonders wichtig?

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Mit diesen Fragen beschäftigten sich 18 Teilnehmer aus den Südspessart-Gemeinden am 16. und 17. März 2018. Unterstützt wurden sie dabei vom LEADER-Koordinator aus Oberfranken, Michael Hofmann und Ernst Birnmeyer vom AELF Weißenburg i. Bay. sowie von Gerald Kolb vom Amt für Ländliche Entwicklung Unterfranken.

Zunächst stellte Karl-Josef ULLRICH, Sprecher der Allianz Südspessart und 1. Bürgermeister von Collenberg, zusammen mit Lena Batrla, Allianzmanagerin, die bereits umgesetzten Projekte vor. Die lange Liste überraschte den einen oder anderen Teilnehmer. Es gibt z.B. ein Kommunales Förderprogramm für Investitionen zur Innenentwicklung, gemeinsame Ferienspiele, eine Nachbarschaftshilfe, das Allianz-Südspessart-Fest, die Zusammenarbeit der Bauhöfe, Energieberatungen, E-Bike-Ladestationen, die Wanderkarte „Südspessart“, das gemeinsame Mitteilungsblatt und die gemeinsame Drehleiter.

Da die Arbeit der Allianz Südspessart nicht nur an umgesetzten Projekten gemessen werden kann, wurde eine sogenannte Wirkungsanalyse durchgeführt. Bei Betrachtung der Wirkung der Allianz zeigte sich, dass nach Meinung der Teilnehmer die Zusammenarbeit über kommunale Grenzen hinaus weiter verbessert und neue Möglichkeiten zur Entwicklung im Südspessart aufgezeigt werden.

Allerdings wächst die Bereitschaft der Bürger im Gebiet, Probleme gemeinsam zu lösen, nur zum Teil. Und auch die durchgeführten Aktivitäten verbessern den Bekanntheitsgrad und das Image des Südspessarts nur teilweise.

Insgesamt beschreiben die Teilnehmer die Allianz Südspessart als informationsfreudig, unpolitisch, zuverlässig, motivierend, werterhaltend, interessant und kompetent allerdings auch vereinzelt als bürokratisch.

Neben den vielen umgesetzten Projekten stehen im Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzept, das der Allianzarbeit zugrunde liegt, auch noch unbearbeitete Maßnahmen.

Bei der Projektarbeit ging es darum, diese durch neue Projekte zu ergänzen. Anschließend wurden alle Vorhaben priorisiert. Aus den 15 wichtigsten Ideen wurden dann wiederum die vier Top-Projekte herausgegriffen, die vertieft bearbeitet wurden.

Dies waren die Themen Barrierefreiheit, Ausbildungsbörse, Tourismuskonzept und Digitalisierung. In Gruppen wurde das weitere Vorgehen abgestimmt und die einzelnen Inhalte festgelegt.

Damit vom theoretischen Seminar in Klosterlangheim auch Konkretes mit in die Praxis in den Südspessart genommen werden konnte, schmiedeten die Akteure direkt einen Aktionsplan. Der Plan sieht vor, dass bereits in der nächsten Steuerkreissitzung über die priorisierten Projekte gesprochen wird, in den Gemeinderatssitzungen über das Seminar berichtet wird und die Bürger bei den Bürgerversammlungen über die Aktivitäten der Allianz Südspessart informiert werden.

Eine Aufgabe, die die Teilnehmer im Seminar bewältigen mussten, zeigt die Zusammenarbeit von fünf Kommunen im übertragenen Sinne deutlich auf: Alle stehen auf einer rechteckigen Plane und sollen diese umdrehen, ohne dass jemand die Plane verlässt. Hier ist Zusammenarbeit dringend notwendig! Ohne Absprache, Rücksicht, Zusammenhalt und das Mitnehmen von jedem einzelnen, ist die erfolgreiche Umsetzung nicht möglich. Dies lässt sich auch auf die Allianz Südspessart übertragen: Will man im Südspessart was bewegen, ist Zusammenarbeit, Rücksicht und Teamarbeit gefragt!

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